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05 Jan 2013

Steinstaub - Das Buch

Edith, eine 35-jährige Bibliothekarin, macht Bekanntschaft mit einem älteren Bildhauer mit Namen Wieland. Edith steht Wieland Modell, obwohl er sagt, sie dazu anfassen zu müssen. Dies bleibt nicht ohne Folgen. Sie fühlt sich sexuell zu ihm hingezogen. Er weist sie jedoch ab. Es beginnt ein Wechselspiel zwischen Anziehung und Abstoßung.

06 Jan 2013

Die Waldfrau

An meinem 45. Geburtstag offenbarte mir mein Mann, dass er mich verlassen werde. Für mich brach alles zusammen. Eine Zeitlang wohnte ich mit meiner jüngeren Schwester bei meiner Mutter. Meine Kinder waren erwachsen und schon außer Haus. Sie brauchten mich nicht mehr. Dass meine Mutter mich auch nicht mehr brauchte, merkte ich bald. Schon immer hatte sie eine innigere Beziehung zu meiner Schwester gehabt. Da fing es an, dieses Sehnen woanders sein zu wollen. Ich ging viel im Wald spazieren und hatte immer weniger das Bedürfnis, nach Hause zurückzukehren.

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06 Jan 2013

Das Spiegellabyrinth

Die Aufführung war miserabel. Sie langweilte sich und sehnte die Pause herbei. Und ließ die Augen umherwandern. Nicht die Menschen interessierten sie. Es war das Opernhaus, das sie mit all seinem Prunk und Glanz beeindruckte. Die roten Polstersessel, mit goldfarbenen Schnitzereien umrahmt. Die cremefarbenen Wände mit den Marmorsäulen, hinter denen eine Vielfalt von Putten hervorlugte. Der tiefrote Samtvorhang auf der Bühne.

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05 Jan 2013

Der Flitzteufel

Meine Kindheit war hart. Wir lebten auf einem Einsiedlerhof. Meine Eltern arbeiteten beide bis spät in die Nacht, um den Hof zu bewirtschaften. Ich musste schon als kleiner Bub mitarbeiten, sonst hätten sie es nicht geschafft. Gelobt wurde ich, wenn ich fleißig mitgeholfen hatte. Freunde hatte ich keine; unser Gehöft lag abseits am Rande des Waldes, kilometerweit vom nächsten Dorf entfernt.

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05 Jan 2013

Das Adagio

In mir klingt noch das Adagio nach. Welches mich immer in diesen Zustand versetzt. Und mich immer ein paar Zentimeter über den Boden schweben lässt. Ich löse meine sonst festgebundenen Haare, lass` sie mir bis über die Hüften hängen. Nehme Kleider meiner Großmutter aus dem Schrank und gehe nachts nach draußen.

Hier stehe ich, nur mit einem Nachthemd bekleidet. Der See kräuselt sich. Die Dämmerung hat sich darüber gelegt wie ein hauchdünnes Seidentuch. Über mir sind schwarz gezeichnet die Umrisse der Bäume. Ich atme tief ein. Der Boden riecht modrig und der See nach Algen.

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05 Jan 2013

Das Haus

Unser letzter Urlaub in Schweden. Für Gregor, meinem Mann, der absolute Reinfall. Für mich eine Art Bewusstseinserweiterung. Und für unsere Tochter Emma, die damals 2 1/2 Jahre alt war? Wahrscheinlich hat sie schon alles vergessen. Vielleicht auch nicht. Wir reden ja nicht darüber. Ich bin mir sicher, dass das Ganze sie verändert hat.

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